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Eine Zeit lang schien es, als würden weltweit, unzusammen- hängend und verstreut, immer neue Protestformen aus dem Boden sprießen. Zuletzt jedoch entstand der Eindruck, als würde das „alte System“ oder eine gerade im Entstehen begriffene, nicht minder autoritäre Ordnung letztlich die Oberhand behalten. Für das künstlerisch-kulturelle Feld, das sich mit derlei Protestbewegungen solidarisieren möchte, spitzt sich die Lage dergestalt zu: Sind hinter den Fassaden seiner als frei gedachten Räume nicht längst die Potenziale des „Schwierigen“ und Nonkonformen liquidiert worden? Muss das Projekt einer politischen Ästhetik jenseits eines medial verwertbaren Aktivismus nicht als abgebrochen und verdrängt gelten? In Kooperation mit dem gleichnamigen Projekt der Wiener Festwochen geht springerin 2/13 diesen Fragen nach.
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