Vorschau



Heft 4/2017

Global Limits

Vor 45 Jahren erschien die berühmte Club-of-Rome-Studie Die Grenzen des Wachstums. Mit eindrücklichen Warnungen vor dem drohenden Versiegen natürlicher Rohstoffe und den katastrophalen Auswirkungen weltweiter Umweltzerstörung hat die Studie entscheidend zur Ausprägung eines ökologischen Bewusstseins und entsprechender politischer Bewegungen beigetragen. Fast ein halbes Jahrhundert später lässt sich resümieren, dass wenig bis nichts aus den damaligen Prognosen gelernt wurde. Die Ausgabe Global Limits widmet sich aktuellen Symptomatiken und Ausformungen der immer dringlicheren ökologischen Schieflage – wie sie zuletzt etwa im Anthropozän-Diskurs laut wurden oder länger schon in experimentellen Ansätzen einer nicht zweckrationalen Naturverbundenheit ihren Ausdruck finden. Gefragt wird, wie von Kunstseite aus auf die nicht zu leugnenden Wachstumsgrenzen und die drohende Rohstoffverknappung Bezug genommen wird. Welche anderen, zukunftsweisenden Denkmodelle zeichnen sich hier ab, welche neuen Ökologien gilt es zu entwerfen – Ansätze, die auch einen geschärften Blick auf das zunehmende globale Ungleichgewicht erlauben?

Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2017