Heft 1/2026
Die heutige Kunstpraxis steht an einer entscheidenden Schwelle: Daten, Algorithmen und Künstliche Intelligenz werden immer mehr zu Werkstoffen einer neuen Ära, in der auch das Verhältnis von Kunst, Technik und Gesellschaft grundlegend neu verhandelt wird. Eine damit zusammenhängende Frage lautet, wie Kunst sich inmitten datengetriebener Prozesse generell behaupten kann, oder noch trivialer gefragt, was konkret mit „Daten“ in diesem Kontext gemeint ist. Die Antwort darauf führt unweigerlich in ein Labyrinth aus Materialität, Macht und Aspekten der Formgebung. Dabei trägt das lateinische datum – das Gegebene, das, was unkritisch als Ausgangspunkt einer Argumentation oder von künstlerischer Produktion angenommen wird – seine eigene Kritik bereits in sich. Denn nichts ist einfach gegeben. Daten werden gemacht, extrahiert, kuratiert, klassifizie... » weiterlesen
Den Verlockungen von KI erliegen
Ökokritik und wie sie in der Schau More than Human – Design mit der Natur verhandelt wird
Rahma Khazam
Wenn der Schnee träumt
In The Mountain of Advanced Dreams der Künstler*innengruppe Mali Weil wird Menschsein auf übergeordnete Welten hin relativiert
Aimée Kohn
Verkörpert?
Zur performativ-diskursiven Kritik von KI am Beispiel von Sylvia Eckermanns und Gerald Nestlers Projekt Hothouse
Lisa Moravec
Offene und sich schließende Klauen
Nick Srnicek legt mit Silicon Empires eine geopolitische Ökonomie von KI und ihrer zunehmend technonationalistischen Ausrichtung vor
Christian Höller
Zwischen Werkzeug und Medium
Bemerkungen zur Ästhetik der GenAI-Bildkunst
Klaus Speidel
Handwerk in einer KI-gesteuerten Welt
Daphne Dragona
Physisch und formbar
Beyza Köroglu im Gespräch mit Hito Steyerl und Francis Hunger über Datenmaterialität und deren Bedeutung für die zeitgenössische künstlerische Praxis
Beyza Köroglu
Der moderne Golem
Zur Materialisierung des kollektiven Geists
Clemens Apprich
Training Data
Aus der Serie „AI and the Art of Historical Reinterpretation“, seit 2022
Claudia Larcher
Optimaler Gehirnschaden
Paul Feigelfeld
Eine neue Haltung entwickeln – KI und Kunst nach ihrer Entzauberung
Victoria Ivanova
Gods of Calculation
Diane Cescutti
Drei Arten, den Begriff „Daten“ über den Umweg der Handwerkskunst zu verstehen
Robin Holt
Sensing the Heat (2026)
Ein Projekt über operative Bilder, Fluoreszenz und die Politik der Fürsorge
Kyriaki Goni
Gaza Biennale
Sumugan Sivanesan
John Giorno: The Performative Word
Allison Grimaldi Donahue
Trisha Donnelly
Mounira Zennia
Judith Fegerl – calorie
Patricia Grzonka
Roman Ondak – The Day After Yesterday
Christian Egger
Dominique Hurth. Privathandtaschen dürfen zum Außendienst nicht mitgetragen werden
Dietrich Heißenbüttel
VERBORGENE MODERNE. Faszination des Okkulten um 1900
Georg Schöllhammer
Verkleidete Distanzen
Christa Benzer
etwas wagen
Ronald Meyer-Arlt
Disobedience Archive (Canopy for Broken Time) – in Dialogue with Raqs Media Collective
Sønke Gau
Izzy Kornblatt (Hg.):
Encounters. Denise Scott Brown Photographs
Jochen Becker
Sven Spieker:
Art as Demonstration. A Revolutionary Recasting of Knowledge
Constanze Fritzsch
James Van Der Zee/Owen Dodson/Camille Billops:
The Harlem Book of the Dead
Belinda Kazeem-Kamiński
Otto Kapfinger (Hg.):
Anatomie einer Metropole. Bauen mit Eisenbeton in Wien 1890–1914
Georg Schöllhammer