Heft 3/2026


Teslokratie


In 6.000 Metern Höhe beginnt, was Bergsteiger*innen die „Todeszone“ nennen. In 6.000 Metern Tiefe zeigt sich, im Dunkel der „Midnight Zone“, eine ungeahnte Fülle des Lebens. Diese beiden Eckpunkte vermitteln einen Eindruck davon, was Bruno Latour die „kritische Zone“ nennt: jene hauchdünne Schicht, die sich wie eine zweite Haut um den Planeten legt und in der sich alles irdische Leben abspielt. Im Zeitalter von Erderhitzung und Artensterben drängt die Fragilität dieser Zone immer deutlicher ins Bewusstsein – doch es mangelt nicht an Versuchen, diese Bewusstwerdung abzuwehren: durch Verleugnen und Verharmlosen ebenso wie durch das Versprechen technologischer „Fixes“, durch „Solutionismus“ und „Green Tech“. Wie das Beispiel des Tiefsee-Bergbaus zur Rohstoffgewinnung für die Energiewende zeigt, verschärfen solche Maßnahmen oft gerade jene Prob... » weiterlesen

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Netzteil


Körperkontaminationen und Wahrnehmungsentgiftungen
Zur künstlerischen Praxis von P.Staff
Franz Thalmair

Von spiritistischen Gestalten zu KI-Kryptiden
Eine Genealogie der Schattenwesen
Margit Neuhold

Reanimationen
Über digitale Leben nach dem Tod. Zur Ausstellung Entombed von Hsu Che-Yu und Chen Wan-Yin
Jochen Becker

Von Kriegs-, KI- und anderen Apokalypsen
Die Wiener Festwochen suchten in diesem Jahr nach Spuren endzeitlicher Offenbarung – unter anderem bei den Prophet*innen des Tech-Kapitalismus
Christian Höller

Die Ästhetik des Zusammenbruchs hinterfragen
Daphne Dragona

 

Teslokratie


Zonen der Teslokratie
Christoph Chwatal

Zone à défendre (ZAD)
Bildbeitrag

Was bedeutet „Teslokratie“ für die Kunst?
Die Niederlande als Wegbereiter
Florian Cramer und Nienke Terpsma

SAND. Eine Erörterung
Wasser, Tesla und die Zeitordnung der Zukunft
Heimo Lattner und Julia Palmer

Zone Grünheide
Bildbeitrag
Ulrike Feser

Midnight Zone. Ist die Tiefsee noch zu retten?
Claus Leggewie

Die Ausweitung der Zone
Maike Weißpflug

Fin de ZONE: Von der „roten Zone“ zur „Hälfte der Erde“
Alexander Karschnia

MarsOnEarth – Die Marsnahme
andcompany&Co

Hans Nevidal 1956–2026
Georg Schöllhammer

 

Artscribe


Maximiliane Baumgartner – Proxy – Der Bürger als Pflanze
Florentine Muhry

Peter Fischli UND Catherine Opie
Ellen Wagner

Ana Mendieta
Max L. Feldman

Bouchra Khalili – How to Call a Ghost
Karl Katz Lydén

EDEN: Wet Work Over Lap
Christian Egger

The Parajanov Battalion
Natalia Gurova

Florentina Holzinger – SEAWORLD VENICE
Vera Tollmann

Terminal Piece
Georg Schöllhammer

Katherine Hubbard – The Great Room
Christa Benzer

 

Lektüre


Eyal Weizman:
Ungrounding
The Architecture of Genocide
Nina Bandi

Vladimir Safatle:
Zynismus und das Scheitern der Kritik
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Stephan Gregory
Michael Hauffen

Kohei Saito:
Am Ende des Fortschritts
Überleben in den Ruinen des Kapitalismus Aus dem Japanischen von Gregor Wakounig
Peter Kunitzky

Trevor Paglen:
How to See Like a Machine
Images after AI
Lea Kristin Würtenberger

 


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